Vita

Schola Stralsundensis

1577 wurden die “XXIIII Cantiones” von Eucharius Hoffmann als Scholae Stralsundensis Cantore veröffentlicht. Anlässlich des Projektes “Die Stralsunder Motettenhandschrift 1585” gründete sich das Ensemble aus Vokalsolisten und Instrumentalisten und übernahm den historisch verbürgten Namen.
Die Musiker verschiedener Nationalitäten haben sich in ihren Studien intensiv mit der frühen Musik des Abendlandes, ihrer Traditionen, Notationen und Aufführungspraktiken auseinandergesetzt – beispielsweise mit der Berücksichtigung der historisch überlieferten Solmisationstechnik, mit dem Spiel auf historischem Instrumentarium und mit dem Musizieren aus Chorbuch und Stimmbüchern.

Sänger   Anna Kellnhofer, Dorothea Wagner, Christoph Dittmar, Milo Machover, Hugo Pieri, Simon Borutzki
Traversflöten Elizabeth Farrell, Daja Leevke Hinrichs, Milo Machover
Blockflöten Simon Borutzki, Martin Erhardt, Stefanie Lüdecke, Silvia Müller, Antonie Schlegel, Maurice van Lieshout, Ingo Voelkner
Dulzian    Antonie Schlegel
Organetto Martin Erhardt
Viola da Gamba   

Ute Faust, Holger Faust-Peters, Dietrich Haböck, Katharina Holzhey, Miyoko Ito

 


Maurice van Lieshout

Maurice van Lieshout studierte Blockflöte und Klavier am Königlichen Konservatorium in Den Haag und an der Scuola Civica Milano. 1995-2011 war er Dozent für historische Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Von 2004 bis 2007 lehrte er am Fontys Conservatorium Tilburg im Fachbereich "Early Modal Music and Vocal Ensemble", von 2004 bis 2008 war er dort außerdem Leiter des Masterstudiums "Modale Musik". Seit 2007 hat er an der Hochschule für Musik Saar eine halbe Professur für Alte Musik, sowie seit dem Studienjahr 2001/12 eine Professur für Blockflöte an der Hochschule für Musik und Theater München inne. Van Lieshout gründete 1993 das Ensemble für spätmittelalteriche Musik Fala Música. 2007 übernahm er die künstlerische Leitung der Schola Stralsundensis und widmet sich mit diesem Ensemble der Musik des 16. Jahrhunderts. Gastdirigate bei der Wiener Akademie und bei dem Barockorchester Capella Leopoldina in Graz belegen seine Beschäftigung mit der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts. Im Bereich der Neuen Musik arbeitete er intensiv mit dem Schlagzeuger Eduardo Leandro zusammen.

Antonie Schlegel

Die gebürtige Stralsunderin absolvierte ein Studium für Alte Musik, Blockflöte, an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar bei Prof. Myriam Eichberger, ein Aufbaustudium Blockflöte an der Westfälischen Universität Münster bei Prof. Jerome Minis sowie den Ensemblestudiengang "Early modal music" an der Fontys-Hogeschool in Tilburg, NL., bei Dr. Rebecca Stewart und Prof. Maurice van Lieshout. Seit 2008 ist sie als freischaffende Musikerin tätig und konzertiert in verschiedenen Ensembles der Alten Musik. Außerdem widmet sich Antonie Schlegel intensiv der Aufarbeitung und der musikalischen Umsetzung der Stralsunder Handschrift. August 2007 wurde ihr hierzu ein Arbeitsstipendium des Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern zuerkannt. In dem selben Jahr gründete sie das Ensemble Schola Stralsundensis zur Aufführung der Stralsunder Handschrift und allgemein der Musik des 16. Jahrhunderts.